Schach kann die psychiatrische Behandlung von Jugendlichen sinnvoll ergänzen – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Pilotstudie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim. Die Münchener Schachstiftung unterstützte das Forschungsprojekt.

Verbesserung des psychischen Wohlbefindens

33 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren nahmen an der Untersuchung teil. Neben der regulären kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung absolvierte die Experimentalgruppe sechs Wochen lang ein wöchentliches Schachtraining. Grundlage war das von Großmeister Stefan Kindermann und Veronika Exler entwickelte Konzept „Königsplan für Kinder“, das von der Münchener Schachstiftung seit vielen Jahren in der pädagogischen Praxis eingesetzt wird.

Die Studie zeigt: Das Schachtraining ging mit einer Verbesserung des psychischen Wohlbefindens und einer höheren Effizienz des Arbeitsgedächtnisses einher. Für andere untersuchte kognitive Funktionen konnten in dieser Pilotstudie zwar keine signifikanten Effekte nachgewiesen werden, dennoch sehen die Forschenden im Schach einen motivierenden, risikoarmen und kostengünstigen ergänzenden Therapieansatz. Zur Absicherung der Ergebnisse empfehlen sie größere Folgestudien.

Die Münchener Schachstiftung freut sich, dieses Forschungsprojekt unterstützt zu haben – sowohl durch die Finanzierung der Aufwandsentschädigung für die Teilnehmenden als auch durch die Bereitstellung des Trainingskonzepts „Der Königsplan für Kinder“, auf dem die Schachintervention der Studie beruhte.